Die Cueva de las Manos

Argentiniens Höhle der Hände

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Die Cueva de las Manos

Argentiniens Höhle der Hände

08.09.2020 - Als sie sich vor über 9.000 Jahren auf den steinernen Wänden einer Höhle in der Schlucht des Río Pinturas verewigten, hätten sich die Schöpfer der Cueva de las Manos sicher nicht träumen lassen, dass ihre Malereien einst weltweite Bekanntheit erlangen würden. Heute gilt die "Höhle der Hände" in der argentinischen Provinz Santa Cruz als ältestes von Menschenhand geschaffenes Werk Südamerikas. Als beeindruckende Zeugnisse der Vergangenheit lässt sie nicht nur die Forschung, sondern auch Besucher aus Nah und Fern staunen, die hier auf den Spuren der einstigen Bewohner der steppenhaften Landschaft wandeln können.

Die Schlucht des Río Pinturas

Die Schlucht des Río Pinturas
Bevor du die Malereien in der Cueva de las Manos mit eigenen Augen bestaunen kannst, steht dir der Weg durch das Tal des Río Pinturas bevor. Zwischen imposanten Bergmassiven und weiten Steppen bahnt sich der Fluss seinen Weg durch die karge, felsige Landschaft. Am besten erreichst du dein Ziel über die umherliegenden Schotterpisten, welche versierte Autofahrer ab der Kleinstadt Perito Moreno ansteuern können. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, kann aber auch eine Wanderung durch das Tal unternehmen und dabei den Ausblick auf die gigantischen Canyons genießen. Zahlreiche Anbieter führen dich quer durch das Tal bis hin zu den Höhlenmalereien, die du dann in Begleitung eines Guides erkunden darfst.

Eine Reise in die Vergangenheit

Eine Reise in die Vergangenheit
1941 staunTe der Mönch Alberto M. de Agostini nicht schlecht, als er im Inneren einer Höhle mitten in der Einsamkeit der argentinischen Andenlandschaft auf ein wahres Kunstwerk stieß. An den Felswänden der Cueva de las Manos entdeckte er, wie der Name unschwer vermuten lässt, Handabdrücke. Die sogenannten "Handnegative" entstanden zwischen 7.000 und 1.000 Jahren vor unserer Zeit, indem Mensch ihre - meist linke - Hand wie eine Schablone auf die Wand legten und eine Mischung aus verschiedenen Mineralien und Wasser auf den Fels sprühten. Dabei entstand ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, das heute als bedeutenste Fundstätte Argentiniens bekannt ist.  Zu wissen, dass sich genau an dieser Stelle einst Menschen aus längst vergangener Zeit verewigten, wird dir garantiert die Sprache verschlagen. Neben den Handabdrücken finden sich in der Cueva de las Manos, die mittlerweile zum Weltkulturerbe zählt, sowie in den umherliegen Höhlen weitere jahrtausendealte Abbildungen, die unter anderem Jagdszenen, Guanakos, Menschen und abstrakte Darstellungen wie Kreise und Rechtecke zeigen. Bewohnt wurden die Höhlen das letzte Mal vor über 1.300 Jahren, vermutlich durch die Vorfahren der Patagonier aus dem sogenannten "Feuerland", einer Inselgruppe an der Südspitze des Kontinents. Ob sich hinter den schön anzusehenden Malereien auch ein praktischer Sinn versteckt oder es sich beispielsweise um ein Ritual gehandelt haben könnte, ist bis heute ungeklärt und wird wohl immer ein Geheimnis der einstigen Bewohner der steinernen Landschaft bleiben.

Die beste Reisezeit

Die beste Reisezeit
Die Provinz Santa Cruz, in welcher die Cueva de las Manos liegt, gehört zu den kältesten Regionen Argentiniens. Während uns zwischen Mai und September daheim meist milde bis sommerliche Temperaturen erwarten, herrscht im Süden Argentiniens tiefster Winter. Die Temperaturen rund um die Höhle sinken bis knapp unter den Gefrierpunkt und die Sonne lässt sich maximal drei Stunden am Tag blicken - Für einen Ausflug durch das Tal des Río Deseado ist es zu dieser Jahreszeit also definitiv zu kalt. Am besten stattest du den berühmten Höhlenmalereien zwischen Dezember und März einen Besuch ab. Dann kannst du mit angenehmen Höchsttemperaturen von bis zu 20 Grad und etwa 8 Sonnenstunden rechnen, die dich wohlig wärmen, während du ganz in Ruhe die einzigartige Landschaft und die faszinierenden Höhlen erkunden kannst.
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